Sterneküche, Smashburger, Weiterbildung, eigenes Restaurant oder Hotel: Die Wege im Gastgewerbe sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie gestalten.
In dieser Talkrunde treffen drei sehr verschiedene Perspektiven aus der Branche aufeinander – von Spitzengastronomie über skalierbares Streetfood bis hin zum eigenen Haus. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Entwicklung, Verantwortung, Nachwuchsförderung und den Entscheidungen, die berufliche Wege prägen.
Und vor allem geht es um euch: Welche Chancen bietet die Branche heute? Welche Unterstützung braucht es wirklich? Und wie kann aus Ausbildung ein individueller, selbstbestimmter Karriereweg entstehen?
Diskutiert mit, stellt eure Fragen und entwickelt gemeinsam mit unseren Gästen ein Bild davon, wie die Zukunft im Gastgewerbe aussehen kann.
Jeannine Frank - Nachwuchsförderung mit Haltung
Gemeinsam mit ihrem Partner Sebastian Frank führt Jeannine Frank das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Horváth. Das Restaurant steht für eine eigenständige, gemüsezentrierte Küche, die bewusst auf klassische Luxusprodukte verzichtet und stattdessen Kreativität, Handwerk und Haltung in den Mittelpunkt stellt.
Mit Projekten wie „Young Talents Table“ und „Own the Pass“ öffnet das Horváth jungen Talenten die Türen zur Spitzengastronomie und schafft Räume für Lernen, Verantwortung und Austausch.
Talent entwickelt sich nicht nur durch Zuschauen, sondern durch Vertrauen, Verantwortung und die Chance, eigene Ideen umzusetzen. Genau dafür stehen die Projekte von Jeannine und Sebastian Frank.
Levke und Sid (Sidney) Adams: Landhaus Elise in Schildow
Sid und Levke Adams zeigen, wie vielfältig Karrierewege im Gastgewerbe sein können. Kennengelernt haben sie sich 2017 in einem Restaurant. Schon damals entstand die gemeinsame Vision, eines Tages ein eigenes Haus zu führen.
Ein wichtiger Baustein ihres Weges war die Weiterbildung an der HoFa Berlin. Dort ergänzte Levke ihr handwerkliches Können um betriebswirtschaftliche und unternehmerische Kompetenzen – ein Beispiel dafür, welche zusätzlichen Perspektiven Weiterbildung nach der Ausbildung eröffnen kann. Im Mai 2025 besichtigten sie das Landhaus Elise und entschieden sich – trotz der bevorstehenden Geburt ihres Sohnes Mio – für die Übernahme.
Goldies – Vom Berliner Szeneladen zur deutschlandweiten Gastro-Marke
Goldies wurde 2017 in Berlin-Kreuzberg von den Köchen Vladislav Gachyn und Kajo Hiesl gegründet. Kennengelernt haben sich beide in der Drei-Sterne-Gastronomie.
Unter dem Motto „Best bad food in town“ verbindet Goldies handwerkliche Qualität mit Streetfood-Klassikern wie Smashburgern, Pommes und Saucen auf höchstem Niveau. Besonderen Wert legt das Team auf sorgfältig ausgewählte Zutaten, hausgemachte Komponenten und präzise Zubereitungstechniken.
So entstand aus einer Kreuzberger Pommesbude innerhalb weniger Jahre ein Unternehmen mit Standorten in Berlin, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Karlsruhe, Augsburg und weiteren Städten.
Wie schafft man es, aus einem einzelnen Gastronomiebetrieb eine starke, wiedererkennbare Marke zu entwickeln? Nicht die Sterneküche hat Goldies groß gemacht. Entscheidend war die Fähigkeit, gastronomisches Handwerk in ein einfaches, verständliches und skalierbares Konzept zu übersetzen und daraus eine starke Marke aufzubauen.
Engagiert für die Branche - Philip Ibrahim
Philip Ibrahim ist Vizepräsident des DEHOGA Berlin und treibt dort mit viel Energie Themen wie Fachkräftesicherung und Innovation voran. Als Gastgeber mit vielen Jahren Erfahrung führt er das MOA Berlin in die Zukunft. Er ist immer offen für neue Ideen und Initiativen. Mit seinem Team bildet er engagiert junge Talente aus und zeigt, wie moderne Hotellerie funktioniert: vielfältig, community-orientiert und immer mit Leidenschaft für Gastlichkeit. Mit seiner offenen Art, klaren Sprache und einem feinen Gespür für Menschen führt Philip souverän durch die Talkrunde.
